Schmiedeteilprüfung

Wir prüfen und beproben Schmiedeteile in allen technischen Bereichen. Unser speziell hierfür geschultes Personal verfügt über alle Branchen abhängige Qualifizierungen und Zertifizierungen. Ob zerstörend oder zerstörungsfrei sind wir der richtige Partner.

Wir prüfen Schmiedeteile in folgenden Verfahren (nicht abschließend):

  • Ultraschallprüfung (UT) nach der DIN EN 10228 Teil 3-4 oder Kundenspezifikation
  • Manuell oder automatisiert
  • Durchstrahlungsprüfung (RT) nach DIN oder ASTME
  • Magnetpulverprüfung (MT) nach DIN EN ISO 17638
  • Sichtprüfung (VT) nach DIN EN 8785
  • Farbeindringprüfung (PT) nach DIN EN 10228-2
  • Mechanisch-technologische Prüfungen
  • Metallographie, Schichtdickenmessung

Die Schmiedeteilprüfungen, sowie manuelle und automatisierte Abnahmen werden nach amerikanischen Regelwerk ASME, DIN EN ISO oder nach kundenspezifischen Anweisungen bzw. von uns maßgeschneiderte Sonderlösungen für Sie durchgeführt.

Nach Abschluss der Prüfungen erhalten Sie von uns einen Prüfbericht in akkreditierter Form. Schnell unkompliziert und nach Ihren Wünschen.

Prüfung von Schmiedeteilen

Schmieden ist ein Umformverfahren, bei dem Metalle unter Anwendung von Wärme im plastischen Zustand verformt werden. Kennzeichnend für viele Schmiedefehler ist ihr direkter Zusammenhang mit dem Kraftverlauf während des Umformprozesses. Die Kenntnis dieses Kraftverlaufs und dem daraus resultierenden Faserverlauf ist erforderlich, um die Prüftechnik festzulegen.

Fehlergruppe Fehlerart Enstehungsursachen Nachweisbarkeit
Risse Spannungsrisse, Härterisse Die Ursachen für Rissbildung, können sehr unterschiedlich sein. Hauptursache ist eine unsachgemäße Wärmebehandlung. Aufgrund zu schneller Aufheizung oder Abkühlung kommt es zu Volumenunterschieden im Bauteil, die dadurch entstehenden Spannungen können nicht mehr abgebaut werden. Sie können aber auch im Vormaterial vorhanden sein oder durch den Umformprozess entstehen. UT, RT, RT, MT, PT
Flockenrisse Im Metall gelöster Wasserstoff führt zu Rissnestern in denen Gase durch die Wärmebehandlung aktiviert werden und die Korngrenzen flockenartig aufsprengen UT, RT, RT, MT, PT
Schmiedefehler Kernzerschmiedung Bei ungenügender Erwärmung des Inneren Schmiedestücks, ist das Umformvermögen herabgesetzt UT, RT
Schmiedefalte Zu geringes Werkstoffvolumen zu Beginn der Umformung VT, MT, PT
Kaltschweißen Trennungen beim Verformungsprozess aufgrund zu niedriger Temperatur oder Oxidation VT, MT, PT, UT, RT
Gefügeungleichmäßigkeiten Die fehlerhafte Ausrichtung von Gefügebestandteilen wie Karbide oder nichtmetallische Verbindungen (z.B. Sulfide, Nitride). Metallographie
Vormaterialfehler Dopplungen Ehemalige Gasblasen, Lunker oder Seigerungen die nicht mit einer Werkstoffverschweißung geschlossen wurden. Gewöhnlich liegt die eigentliche Ursache im Gussblock. UT, RT

Auszug unserer akkreditierten Prüfnormen für Schmiedeteile

  • DIN EN 583-1 1998-12 Zerstörungsfreie Prüfung - Ultraschallprüfung - Teil 1: Allgemeine Grundsätze
  • DIN EN ISO 16810 2014-07 Zerstörungsfreie Prüfung - Ultraschallprüfung - Allgemeine Grundsätze
  • DIN EN 583-1 1998-12 Zerstörungsfreie Prüfung - Ultraschallprüfung - Allgemeine Grundsätze
  • DIN EN ISO 3452-1 2013-9 Zerstörungsfreie Prüfung - Eindringprüfung - Teil 1: Allgemeine Grundlagen
  • E DIN EN 10228-2 2012-12 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 2: Eindringprüfung
  • DIN EN ISO 9934-1 2002-03 Zerstörungsfreie Prüfung - Magnetpulverprüfung - Teil 1: Allgemeine Grundlagen
  • DIN EN 10228-1 1999-07 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 1: Magnetpulverprüfung
  • E DIN EN 10228-1 2012-12 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 1: Magnetpulverprüfung
  • DIN EN 13018 2001-07 Zerstörungsfreie Prüfung - Sichtprüfung - Allgemeine Grundlagen
  • DIN EN 13018 2016-06 Zerstörungsfreie Prüfung - Sichtprüfung - Allgemeine Grundlagen
  • E DIN EN 10228-3 2012-12 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 3: Ultraschallprüfung von Schmiedestücken aus ferritischem oder martensitischem Stahl
  • DIN EN 10228-4 1999-10 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 4: Ultraschallprüfung von Schmiedestücken aus ferritischem und austenitisch-ferritischem nichtrostendem Stahl